1981: Bericht zum VC-20 :Volkscomputer auf dem ....
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Zwei ganz gegensätzliche Benutzergruppen scheint der Volkscomputer als erstes anzusprechen: einerseits all die, die den Umgang mit einem Computer lernen oder lehren wollen - zum anderen die Profis in Industrie und Datenverarbeitung, die damit eigene Produkte oder Konzepte realisieren können. Die Liste des lieferbaren oder geplanten Zubehörs ist schon von Anfang an ziemlich lang - und mögliche Anbieter von Ergänzungen oder Erweiterungen sitzen bereits in den Startlöchern. Die Zahl der möglichen Anwendungen in Beruf und Betrieb, die im einzelnen noch nicht abzusehen ist, reicht jetzt schon von der Adressverwaltung für Handelsvertreter bis zu einer Vielzahl industrieller Steuerungen und andere Industrieanwendungen.

VC20 - Volkscomputer auf dem Vormarsch

Sicher wird der Volkscomputer VC 20 - schon aufgrund des Ladenverkaufs- Preises von 899 Mark - eine Vielzahl von Heranwachsenden ansprechen, für die ein persönlicher Computer bislang außerhalb der Reichweite von Taschengeld- und Geschenketat lag - zumal bei Anschluß an den heimischen Fernseher über die Antennen- oder (die Qualität ist besser) die Videobuchse nicht einmal Kosten für ein Sichtgerät anfallen. Aus Preisgründen ist das System aber auch für Schulen, Fernlehrinstitute oder die betriebliche Ausbildung attraktiv, zumal es einen kleinen Farbfernsehempfänger im Kaufhaus schon für etwa 800 Mark gibt. »Etwa 60 Prozent der einfachen Steuerungen kann man mit dem Volkscomputer realisieren«, meint Helmut Jost, Productmanager bei Commodore. »wir rechnen damit, daß die OEM-Kunden noch viele eigene Ideen für Anwendungsmöglichkeiten haben.« Diese industriellen Abnehmer stellten bisher schon einen wichtigen Kreis von Commodore Anwendern. Im übrigen zeichnen sich vom Bild- schirmspiel über den programmierbaren Tischrechner bis zum sparsamen Kleincomputersystem für die berufliche oder betriebliche Anwendung eine Fülle von Einsatzmöglichkeiten ab. Der Computer selbst paßt in eine Aktentasche: die Zentraleinheit ist im Gehäuse der Tastatur untergebracht. Sie verfügt über Grundausstattung über 5KB Arbeitsspeicher wovon 1KB Betriebssystem und Basic-lnterpreter benötigt werden. Der Speicher kann mit Modulen um 3,8 oder 16KB RAM ausgebaut werden. An einem speziellen Erweiterungsport können RAM/ROM-oder Programm-Module, die in einer Kassette untergebracht sind, eingesteckt werden. Statt dieser Kassetten kann an den Erweiterungsport eine Modulbox angeschlossen werden, in die sich dann mehrere Speicher-, Programm- oder Schnittstellen-Module einstecken lassen. Da Commodore die Kassetten auch an Software-Häuser liefert, die sie mit ihrem eigenen ROMS oder EPROMS bestücken, zeichnet sich hier schon eine beachtliche Vielfalt ab. Außerdem sind Möglichkeiten zum Anschluß von Femsehempfänger oder Monitor, Magnetbandkassetten -Recorder, Joystick oder Lichtgriffel, eine serielle Schnittstelle (spezieller VC-Bus) zum Anschluß von Floppy-Disk Laufwerk und Drucker sowie ein User-Portvorgesehen, der unter anderem zum Anschluß eines Telefonmodems beziehungsweise Akustik-Kopplers dienen soll (nicht identisch mit cbm-userport). RS232- beziehungsweise V.24-Schnittstelle sowie IEC-Bus- Interface werden demnächst verfügbar sein. Für etwa 1500 Mark gibt es ein Floppy-Disk-Laufwerk. Damit können neben der speziellen VC-Peripherie auch zahlreiche andere Geräte angeschlossen werden. Für den VC gibt es für 225 Mark einen Magnet- band- Kassettenrecorder VC 1530 (er entspricht dem bisherigen Standard-Commodore Recorder, ist jedoch mit Zählwerk ausgestattet und für 1198 Mark einen Matrix-Drucker. Dieser Drucker, der von Sanyo stammt, druckt auf Endlos- papier, das geringfügig schmaler als DIN A 4 ist; obwohl von der Breite noch die Randlochung abgeht, können 80 Zeichen pro Zeile ausgegeben werden. Es gibt ferner ein Einzel-Laufwerk für 5,25-Zoll-Disketten zum Preis von rund 1500 Mark. Damit läßt sich der VC 20 zumindest bis in den Leistungsbereich des 4032 hinein ausbauen; ob und in welchen Fällen das wirtschaftlich ist, kann erst die Preisentwicklung bei den Erweiterungsmodulen zeigen. Beim VC 20 sind die Tasten- sie haben Schreibmaschinenformat - dreifach belegt, um auch die mehr als fünf Dutzend Grafik-Zeichen unterbringen zu können. Am Bildschirm lassen sich 23 Zeilen a 22 Zeichen darstellen und zwar in den acht Farben schwarz, weiß, rot, hellblau, purpur, grün, blau und gelb. Ebenfalls acht Farben können für die Umrahmung gewählt werden, 16 verschiedene Farben für den Hintergrund. Ein Zusatz für hochauflösende Grafik ist geplant Attraktiven Einsatz verspricht ein Lizenzvertrag: Commodore darf die »intelligenten« Bally-Spiele adaptieren. Für den Volkscomputer gibt es zwei Handbücher: das eine ist für den Anfänger gedacht und führt anhand zahlreicher Beispiele und Abbildungen ohneComputerchinesisch soweit in dieBenutzung des Gerätes ein, daß auch der Unerfahrene nach sehr kurzer Zeit verstanden hat, Handbücher für Anfänger und Fortgeschrittene wie man beispielsweise grafische Darstellungen aufbauen oder die vier Tongeneratoren (drei für Musik, einer für Geräusch) nutzen kann. Für die Fortgeschrittenen gibt es ein ausführliches Programmierhandbuch. In Basic geschriebene cbm-Programme, die auf den Geräten der Serien 2000 und 3000 laufen, sind mit dem VC 20 kompatibel (vorausgesetzt der Speicherplatz reicht aus) - es müssen nur die Ausgabebefehle auf den Bildschirm angepaßt werden. Die Programme dürfen keine Befehle aus Basic 4 enthalten. Auf dem VC 20 erstellte Programme laufen auf cbm-Geräten nur dann, wenn der Basic-Pointer geändert wird. Zugriff auf oder Abfragen von Maschinenroutinen sind in den meisten Fällen wegen des unterschiedlichen Betriebssvstems nicht möglich. Da aber mit dem Basic 2.0 bereits genügend Erfahrungen vorhanden sind, dürften sich im Bedarfsfall keine nennenswerten Anpassungsprobleme ergeben. Noch ein wenig Zukunftsmusik: Der Volkscomputer wird sich unter anderem auch sehr gut für den Bildschirmtext eignen. Die Anschlußmöglichkeit ist vorgesehen und wird verfügbar sein, wenn die Bundes-Post das Verfahren bundesweit einführt.





Eine Datenbasis für mehrere Rechner Für Fälle, in denen von mehreren Personal Computern aus auf eine gemeinsame Datenbasis zugegriffen werden soll, ist das Database System von Eckhardt gedacht Die Minimalausstattung besteht aus einem Arbeitsplatz-Computer (einem aufgerüsteten 8032), einem »Datencomputer« (File-Processor), einer 2 x 5MB-Fest-/Wechselplatte sowie dem Datenverwaltungssystem FAMOS und kostet zirka 45000 Mark; jeder weitere Arbeitsplatz-Computer kostet rund 6500 Mark. Es sollen sich »fast beliebig viele Rechner«, so Gerd Bockhorst von Eckhardt GmbH,anschließen lassen. Der Abstand von Gerät zu Gerät kann maximal einen Kilometer betragen; die Datenübertragungsgeschwindigkeit liegt bei l00KBit/s. FAMOS (File Access Management and Operating System) übernimmt die zentrale Verwaltung von Dateien und Programmen, steuert den Datenaustausch zwischen Arbeitsplatz-Computer und Speicher und prüft die Zugriffsberechtigung. Die einzelnen Arbeitsplatz-Computer sind mit Commodore Peripherie kompatibel; 8032-Software, die nur an einem Arbeitsplatz verwendet werden soll, braucht nicht angepaßt zu werden.



Neue Interfaces

Den Anschluß von Datengroßbildprojektoren, beispielsweise von Transvideo oder Panasonic, sowie von Video-Monitoren an Zentraleinheiten der Serien 4000 und 8000 erlaubt das softwareunterstützte Video-lnterface Modell CBM von Witte. Es kostet 798 Mark zuzüglich Mehrwertsteuer. Dafür gibt es ein EPROM, das auf den Sockel UD7 gesetzt wird, und ein kleines Gehäuse, das auf den User-Port gesteckt wird und ihn nach hinten wieder freigibt.Vor allem zum Anschluß der Drucker Epson MX8 und Qume Sprint 5 an Commodore Systeme dürfte das IEC-CP-lnterface von PAC System interessant sein. Es erlaubt den Anschluß von Geräten mit Centronics Drucker-Schnittstelle an den IEC-Bus; das angeschlossene Gerät arbeitet als »Listener«.Das Interface ist im kleinen Gehäuse untergebracht. Es kostet 380 Mark inklusive Mehrwertsteuer und wird an der CP-Seite mit einem Stecker nach Wahl geliefert. Mit einem Codierschalter kann Codewandlung auf die an der Centronics-Schnittstelle erforderlichen Daten, Übersetzung der vom CBM in Groß-Grafik-Mode oder in Groß-Klein-Mode gesendeten Daten eingestellt werden. Elektronische Schreibmaschinen der ET-Serie von Olivetti können mit Hilfe eines lnterfaces von Witte als Drucker (26 Zeichen je Sekunde) verwendet werden. Die wichtigsten Eigenschaften: Platine in Schreibmaschine steckbar; Pufferspeicher auf Platine; festverschraubbare Stekkereinheit nach Commodore-Standard an Schreibmaschine; Commodore-Standard-Druckeradresse;gesamte Formularsteuerung der Schreibmaschine über CPU ansprechbar.Preis: 1198 Mark plus 125 Mark Einbaukosten und Mehrwertsteuer. Zum Jahresende soll auch Eingabe über die Schreibmaschinentastatur möglich sein. Als »kostengünstige Alternative« zu IEC-Bus-kompatiblen lnterfaces bietet FK Datentechnik eine serielle bidirektionale Schnittstelle FK 8112 zum Preis von 260 Mark an. Sie ermöglicht den Anschluß von Geräten mit V.24/RS232-Schnittstelle an Commodore Systeme. Sechs Baudraten zwischen 110 und 2400 und vier Parityarten sind per Software wählbar. Das Interface besteht aus einer Einbauplatine und einem EPROM mit Betriebssoftware - es wird über den User-Port bedient. Als »Talker« und »Listener« kann das Interface IEC-BUS von Meßdata arbeiten. Es erlaubt den Anschluß von Geräten mit V.24/RS232-Schnittstelle an den IEC-Bus oder umgekehrt. Das Interface ist als Europakarte für 1200 Mark oder als fertiges Gerät mit Stromversorgung, Gehäuse und Anschlußkabel für 2350 Mark zuzüglich Mehrwertsteuer zu haben


Bandgerät: IBM-kompatibel

Ein IBM-kompatibles Magnetbandgerät mit IEC-Bus-Schnittstelle hat Innovative Data Technology (ehemals Tandberg/USA) vorgestellt. Es besitzt einen eingebauten Dual-Formatter für IBM, ANSI und ECMA 9-Spur-Standards (NRZI 800 cpi und/oder 1600 cpi PE), verfügt über einen doppelten 2K-Speicher, Read-After-Write Prüfung und automatische Fehlerkorrektur. Die 10,5 Zoll-Spulen können 2400 Fuß Magnetband (Speicherkapazität über 40 MB) aufnehmen. Das Gerät für 19880 Mark plus Mehrwertsteuer dürfte vor allem da interessant sein, wo es um Datenaustausch mit größeren Rechnern geht: Zu vielen größeren Systemen gehört zwar ein Bandlaufwerk, aber keine Station zum Lesen von Mini-Disketten (von den Kompatibilitätsproblemen einmal ganz abgesehen). Die gleiche Firma bietet jetzt auch Kassetten-Laufwerke mit IEC-Bus-lnterface an.



Uhren Karte

Eine batteriegepufferte Uhren-Karte gibt es jetzt für 285 Mark - auch von Lowinski. Uhrzeit und Datum inklusive Schaltjahr bleiben auch nach dem Abschalten erhalten.

 

Letzte Änderung: 2019-01-03 12:33:40
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